Bildbetrachtung

In jeder Ausgabe der pädiatrie charakterisiert Dr. med. Joachim Gunkel das aktuelle Titelbild der Zeitschrift, begleitet von interessanten Aspekten aus der Biografie des Malers.

Winslow Homer (1836–1910): Herausragend in der amerikanischen Kunst

Naturgetreu, geradlinig und feinfühlig nehmen sich die Szenen von Winslow Homer aus. Der Illustrator und Maler des amerikanischen Realismus war Zeit seines Lebens bestrebt, eigene Ausdrucksformen und Wege zu ihrer Umsetzung zu finden. Dies gelang ihm in einer Vielzahl von Medien und Techniken vom Holzschnitt über die Radierung bis zur Aquarell- und Ölmalerei.

George Dunlop Leslie (1835–1921): Imagination und Inspiration

Wer den Titel des Gemäldes „Alice im Wunderland“ liest, denkt wahrscheinlich zuerst weniger an den Maler George Dunlop Leslie als an den Autor des weltbekannten Kinderbuchs, Lewis Carroll.

George Benjamin Luks (1867–1933): Porträtist des Alltags

Kinder im Schnee haben Künstler nur selten als Motiv gewählt. Eine Ausnahme bildet der Amerikaner George Benjamin Luks, der zweimal solche Szenen im High Bridge Park in Manhattan festgehalten hat.

Gerrit van Honthorst (1592–1656): Hell und Dunkel in Perfektion

Das Gemälde „Anbetung des Kindes“ ist nur eines der vielen zarten Nachtbilder von Gerrit (Gerard) van Honthorst. Inspiriert von den lebensnahen Werken Michelangelo Merisis, wurden die Hell- Dunkel-Bilder, die er von Fackeln oder Kerzen beleuchten ließ, zu van Honthorsts Markenzeichen.

Jacob Nöbbe (1850–1919): Wie der Vater so der Sohn

Recht selbstbewusst blickt er von der Titelseite dieser Ausgabe, der fünfjährige Sohn Erwin des Künstlers Jacob Nöbbe. Ob er als Malobjekt bereits ahnt, selbst einmal ein bekannter Künstler zu werden und in die Fußstapfen seines Vaters zu treten?

Édouard Manet (1832–1883): Größer als gedacht

Das Gemälde „Familie Monet im Garten“ gilt als das erste impressionistische Bild, das vollständig unter freiem Himmel gemalt worden ist. Es zeigt das Ehepaar Claude und Camille Monet mit ihrem kleinen Sohn Jean.

Ernst Nepo (1895–1971): Maler der Neuen Sachlichkeit

Das „Familienporträt“ von Ernst Nepo auf der Titelbild dieser Ausgabe stammt aus der Zwischenkriegsepoche der Neuen Sachlichkeit. Ein Stil, der der „sentimentalen Geschwulstmysik“ der Vorkriegszeit den Rücken kehren wollte. Ernst Nepo „Familienportät“

Paula Modersohn-Becker (1876–1907): Getrieben in die Form des Daseins

Das Gemälde auf der Titelseite dieser Ausgabe stammt von Paula Modersohn-Becker. Die in Dresden geborene Künstlerin gilt als die größte Kindermalerin des 20. Jahrhunderts.

Fatschenkinder: Ein Windelkind zu Weihnachten

Das Titelgemälde dieser Ausgabe zeigt ein sogenanntes Fatschenkind, gemalt von einem unbekannten Künstler vermutlich im 17. Jahrhundert. Im alpenländischen Brauchtum spielen Fatschenkinder auch heute noch eine große Rolle.

Diego Velázquez (1599–1660): Maler des Königs

Ein virtuoses Reiterbildnis des spanischen Königs Philipps IV. verschaffte dem damals erst 24-jährigen, in Andalusien geborenen Diego Velázquez den Titel „Maler des Königs“. Er gilt auch heute noch als einer der größten Porträtisten aller Zeiten. Eines seiner schönsten Kinderporträts ist „Prinz Baltasar Carlos zu Pferde“, das im „Museo del Prado“ in Madrid und auf der Titelseite dieses Heftes zu bewundern ist.
| weitere Meldungen »