CME-Archiv

Harninkontinenz: Diagnostik und Therapie in der pädiatrischen Praxis

Rein medizinisch gesehen ist die nicht-organische Harninkontinenz häufig harmloser Natur, die Therapieindikation speist sich oft aus dem individuellem Leidensdruck der betroffenen Familien. In diesem Spannungsfeld ist die oft sehr zeitintensive diagnostische und therapeutische Arbeit des in der Praxis tätigen Kinderarztes angesiedelt.

Restless-Legs-Syndrom: Wenn Zappelbeine keine Ruhe finden

In den letzten Jahren hat das Restless-Legs-Syndrom als „Volkskrankheit“ bei Erwachsenen – insbesondere bei den über 65-Jährigen – enorme Bedeutung erlangt. Auch in der Pädiatrie ist es aktuell, nicht zuletzt, weil Kinderärzte zunehmend mit besorgten Eltern konfrontiert werden, die wissen wollen, ob hinter den „unruhigen Beinen“ ihres Kindes ein Restless-Legs-Syndrom stecken könnte.

Bakterielle Endokarditis: Neue Empfehlungen zur Prophylaxe

Bisher sahen die Leitlinien zur Vermeidung einer bakteriellen Endokarditis bei herzkranken Kindern prophylaktische Maßnahmen bei allen Risikopatienten vor. Diese Vorgaben wurden nun modifiziert und es werden nur noch wenige Patientengruppen bei planbaren Eingriffen vorbehandelt.

Palliativmedizin: Mit kleinen Füßen auf einem schweren Weg

Todkranken Kindern und ihren Angehörigen auf ihrem Weg zu helfen, ist das erklärte Ziel der Hospizbewegung, die inzwischen auch in Deutschland immer fester Fuß fasst. Doch trotz vieler Fortschritte mangelt es noch an spezialisierten Ärzten und Pflegekräften. Für eine adäquate Betreuung sind die physische Bedürfnisse und Schmerzkontrolle der erkrankten Kinder ebenso wichtig wie die psychische Begleitung der gesamten Familie.

Histaminintoleranz: Facetten eines Enzymmangels

Die Pharmakotherapie der juvenilen idiopathischen Arthritis besteht aus einer Kombination von entzündungshemmenden Substanzen, zu denen nicht steroidale Antirheumatika, systemische und intraartikulär zu applizierende Kortikosteroide, klassische Basistherapeutika, Immunssuppressiva und Biologika zählen. Bislang ist Etanercept das einzige in Deutschland zur Behandlung der polyartikulären Arthritis im Kindesalter ab vier Jahren zugelassene Biologikum.

Enzymersatztherapie: Gentechnologie bei lyso somalen Speicherkrankheite

Jahrelang konnten Kinder mit lysosomalen Speichererkrankungen lediglich symp tomatisch und palliativ behandelt werden. Dank gen technologischer Fortschritte wurden in den vergangenen Jahren für eine zunehmende Anzahl dieser Erkrankungen kausale Therapiemöglichkeiten geschaffen. Vor allem seit der Zulassung der Enzymersatztherapie (EET) hat die Diagnostik lysosomaler Speichererkrankungen für die frühzeitige Einleitung der Therapie an Bedeutung gewonnen.

Hämangiome: Klassifizierung und Therapie-Empfehlungen

Hämagiome treten in sehr unterschiedlichen Verlaufsformen auf, diese grenzen sich stark in Häufigkeit und Entwicklung voneinander ab. Ersten Erfahrungsberichten zufolge steht mit Propranolol eine neue Option zur Behandlung von Hämangiomen zur Verfügung, die wesentlich besser geeignet ist als Kortikosteroide.

Allergische Kontaktekzeme
Diagnostik mit Spürsinn

In der Diagnose allergischer Kontaktekzeme im Kindes- und Jugendalter ist die Epikutantestung nach einer genauen Anamnese und einem sorgfältig erhobenen klinischen Befund unverzichtbar. Dennoch ist die Abgrenzung zu anderen Ekzemformen nicht immer ganz einfach.
Icon

Schmerzverstärkungssyndrom: Bewegung statt Medikamente

Wenn Kinder über Gelenkschmerzen klagen, muss immer eine umfangreiche Differenzialdiagnose bedacht werden. Dazu gehören orthopädische Probleme, rheumatische Entzündungen oder auch maligne Erkrankungen. Ergibt die Diagnostik keine greifbaren Befunde, die Schmerzintensität nimmt jedoch zu, besteht der Verdacht auf ein Schmerzverstärkungssyndrom.

Fremdkörperingestion: Wann gelten verschluckte Gegenstände als gefährlich?

Die akzidentelle, gelegentlich auch bewusste Ingestion von Fremdkörpern in den oberen Gastrointestinaltrakt ist ein uraltes Phänomen, das im kinderärztlichen Alltag dennoch immer wieder neue Fragen aufwirft. Gegenstand der Unsicherheit sind diejenigen 1–10% aller Fremdkörper, die entweder groß, spitz oder potenziell gefährlich sind, im Ösophagus stecken oder auch nach längerer Beobachtungszeit noch immer im Magen nachweisbar sind. Alle übrigen Fremdkörper passieren den Gastrointestinaltrakt in aller Regel völlig problemlos.
| weitere Meldungen »